Die Entstehungsgeschichte zum Gebäude Prison2

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Aloha, lieber User..

schön, dass Du Dir die Zeit nehmen möchtest, um meine Arbeit zu verstehen.

Als ich mit meinem Mann im September 2017 in Frankreich im Urlaub das Chateau de Pierrefonds besucht habe, war ich fasziniert von der beeindruckenden Anlage. Sie besticht nicht nur durch ihre Größe, auch die gelungene Restauration hat mich einfach begeistert. Das Schloss ist im Original auch aus dem gewählten Material Sandstein gebaut. Beim Anblick der Anlage kam zum ersten Mal der Gedanke. das wär auch mal was für Minecraft!

Zurück zu Hause hab ich den Gedanken weiter gesponnen. Als wir dann im Team ein Gespräch über eine Fortsetzung von unserem PrisonI gesprochen haben, fiel für mich die endgültige Entscheidung. Anfang Oktober habe ich mir  einen schönen Platz auf dem Prison-Server gesucht und erst mal eine viel zu große Grundplatte gezogen ..^^fail^^. Das heißt, die Quadratmeter stimmten, aber nicht das Format. Nach Studium des Grundrisses musste ich feststellen, daß die Anlage nicht wie in meiner Erinnerung rechteckig, sondern fast quadratisch gebaut wurde. Und um dem Ganzen ein Krönchen aufzusetzen, hat sie einen Turm etwas ausserhalb des Vierecks stehen. Sie ist somit fünfeckig! Mit zwei Mauern, die logischerweise -schräg!- auf diesen Turm zulaufen. Jeder, der in Minecraft schon mal etwas schräg bauen wollte, wird entsetzt aufschreien!

Vorgabe für mich war, die Gebäude aussen möglichst nahe der Realität umzusetzen. Die Inneneinrichtung ist erstens angepasst, das Original besticht durch fast leere Räume, und zum anderen brauchten wir nur eine Verpackung für „Zellen, etc“. Prison beinhaltet ja Zellen und Minen. Die Verteilung ergab sich fast automatisch. In den Gebäuden die Zellentrakte und unter der Erde die Minen.

Ich habe natürlich auf Hilfsmittel wie Creativ, WorldEdit,VoxelSniper und die HeadDataBase und unsere eigenes Plugin „HCMagicCube“  zugreifen können. Bei sehr großen Flächen habe ich auch WE genutzt, Voxel liegt mir noch nicht so. Wenn man sich aber die verwinkelte Anlage, oder den Weg um das Schloss herum, anschaut, wird man schnell begreifen, dass auch diesen Hilfsmitteln sehr schnell Grenzen gesetzt sind. Ich habe das Resscourcenpaket von „ChromaHills“ benutzt. Wer das Schloss aus der Sicht der Baumeisterin sehen möchte, sollte es installieren. Und die Sichtweite auf mindestens 15 Chunks erhöhen. Für die Screens vom gesamten Schloss kommt man nicht um 29 Chunks herum.

Manche Tage waren wirklich nervenaufreibend. Die Aussenmauer mit dem eingebetteten Zufahrtsweg allein hat mich ca 30 Stunden Bauzeit gekostet. Gebaut habe ich seit Mitte Oktober fast jeden Tag. Es waren fast vier Wochen Urlaub dabei, so dass ich auf eine durchschnittliche, tägliche Bauzeit von etwa 6 Stunden kommen dürfte. Es ist sehr, sehr viel reine „Handarbeit“ dabei gewesen. Und hin und wieder musste ich improvisieren.

Viele Ecken konnte man auch vor Ort gar nicht einsehen, und weder meine eigenen Bilder. noch die ca 2000 aus dem Internet halfen mir weiter. Und eines möchte ich hier ganz bewusst klar stellen: Ich erhebe nicht den Anspruch, detailgenau gebaut zu haben. Ich habe es aber versucht. Ich habe allergrößte Hochachtung vor den Baumeistern der Vergangenheit. Mit relativ einfachen Mitteln so etwas zu bauen, das erscheint einem wie ein Wunder, wenn man es  ( im Kleinen ) nachbaut!

Faszinierend war z.B die gegenläufige Treppe ( Sie befindet sich bei mir mittig , in dem Turm mit den vielen Fenstern. Im  Schloss führt sie im schrägstehenden Eckgebäude in Anschluß an den langen Trakt nach oben ). Ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig sein könnte , diese Treppe nachzubauen. Das Interessante sind die Durchblicke; man kann in regelmäßigen Abständen von einer zur anderen Treppe rüber schauen.

Auch die Inneneinrichtung der Kirche ist ziemlich frei eingefügt. Die Franzosen haben im Vergleich zum restlichen Europa recht schlichte Kirchen, und meist auch nicht in besonders gutem Zustand.

Die Außenanlage des Komplexes ist in der Realität ein Weg durch einen Park mit großen Bäumen. Ich habe es beim abschließenden Weg ohne Bäume belassen, da hier eventuell weitere Bereiche entstehen werden.

Aber es ist schon wie im echten Leben..hier ein Durchbruch rein, da eine Türe dazu oder ein Mauerstück weg…Die Reparaturen haben mich eingeholt.

Jetzt, nach nur fünf Monaten Bauzeit seit Grundsteinlegung, ist das Gebäude aus meiner Sicht fertig. haruh09 verbastelt noch die nötige Technik und wir beide texten die armen NPCs`zu. Dann sind wir fertig und öffnen die Tore…

Ich bin wahnsinnig gespannt auf Deinen Kommentar. Zu dem, was wir beide in den letzten Wochen geschaffen haben. Und natürlich wie Dir „mein“ Schloss gefällt.

Deine Valmgrim

 

 

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